Wohngruppe Kirchlinteln (10 Plätze)

 

Die Wohngruppe liegt im Ortskern von Kirchlinteln (ca. 5000 EinwohnerInnen). Die Entfernung nach Verden/Aller beträgt ca. 6 km (Busverbindung) und nach Bremen 40 km (Zugverbindung ab Verden). Vor Ort befindet sich eine Oberschule. Weiterführende Schulen befinden sich in guter Erreichbarkeit in der Kreisstadt Verden.

Das Aufnahmealter für diese koedukative Wohngruppe beträgt 14 Jahre.

Insgesamt stehen in zwei separaten Wohneinheiten 11 Einzelzimmer für eine Belegung zur Verfügung.Durch ein zusätzliches Zimmer soll im Rahmen der 10 Betreuungsplätze jeweils entsprechend den inhaltlichen Anforderungen der jeweiligen Einzelfallhilfe passgenau und flexibel belegt werden können.

Es stehen von den 10 Betreuungsplätzen bis zu 2 Plätze für Maßnahmen der Eingliederungshilfe gem. § 35a SGB VIII zur Verfügung.

 

Vorrangige Betreuungsziele sind Erwerb und Stabilisierung persönlicher, sozialer und lebenspraktischer Kompetenzen (Persönlichkeitsentwicklung), so wie die Integration und Orientierung des jungen Menschen im gesellschaftlichen Alltag. Die Förderung und Stärkung von Selbstwertgefühl, Eigenverantwortlichkeit, Selbständigkeit und Beziehungsfähigkeit auf der Grundlage einer professionellen Wertschätzung der jeweils eigenen persönlichen Ressourcen und Neigungen des jungen Menschen, nimmt hierbei einen wesentlichen Stellenwert ein.

Die schulische und berufliche Orientierung ist ebenso vorrangiges Ziel wie die gemeinsame Entwicklung von realistischen Perspektiven der weiteren Lebensplanung und -führung für die Zeit nach Beendigung der stationären Jugendhilfe, ggf. auch eine prospektive Klärung eines etwaigen stationären- oder ambulanten Folgebedarfs professioneller Hilfen.

 

 

Clearingwohngruppe Verden (8 Plätze)

 

In Verden (Lindhooper Straße 29) befindet sich eine Clearingwohngruppe für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige (w/m/d) ab 12 Jahre.

Die Clearingwohngruppe ist ein sozialräumliches stationäres Angebot für den Landkreis Verden, das den Hilfebedarf in einem 3 – 6 monatigen Clearingverfahren mit allen Beteiligten fachübergreifend ermittelt und beschreibt.

Es handelt sich hier um eine hoch flexible und bedarfsgerechte Unterbringungsmöglichkeit, um Kinder und Jugendliche aus einer konflikthaften, gefährdenden bzw. destruktiven (Krisen-)Situation zeitlich befristet aufzunehmen und zu versorgen. Zum anderen bietet das Clearingverfahren die Chance, den Verbleib im Herkunftssystem möglich zu machen bzw. mit allen Beteiligten eine passgenaue sozialräumliche Hilfe vorzubereiten.

 

Die partnerschaftliche Interaktion zwischen den Kindern, Jugendlichen, jungen  Volljährigen und pädagogischen Mitarbeiter*innen basiert auf der Grundlage unseres partizipativen Grundverständnisses.

 

Mithilfe des sozialraumorientierten Clearingverfahrens soll gemeinsam mit dem jungen Menschen und dessen Umfeld eine tragfähige Unterstützungs- und nachhaltige Entwicklungsperspektive entwickelt und organisiert werden.

Aufgenommen werden Kinder, Jugendliche und junge Volljährige jeglicher Nationalität und Religion, aus Familien, Pflegefamilien, Wohngruppen oder eigenem Wohnraum.

Bedarfslagen zur Aufnahme können sein:

  • Eine notwendige Ruhepause und Neuorientierung des Herkunftssystem

  • Klärung des Hilfebedarfs zum Verbleib im Herkunftssystem

  • Klärung des Hilfebedarfs vor einer stationären Unterbringung

  • Klärung der Kompetenz zum eigenständigen Wohnen

  • eskalierende Konflikte in der Familie / in der Pflegefamilie / in einer Wohngruppe / ...

  • akute und schwerwiegende persönliche Krisensituationen

  • Gefährdung des Kindeswohl durch: Vernachlässigung oder Verwahrlosung, sexuelle und körperliche Gewalt, Obdachlosigkeit, etc.